Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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die Einwohner; jene machten unſere Gegenwart im⸗ mer durch lautes Kläffen bekannt.

Unter den Fremden, welche uns beſuchten, befand ſich auch der italiſche Miſſionaͤr Vincent San⸗ Germano, welchen vor 20 Jahren die roͤm. Pro⸗ paganda hierher geſchickt hatte. Er ſchien ein braver und gelehrter Mann zu ſeyn. Seine Gemeinde be ſtand in zahlreichen aber groͤßtentheils armen Abkoͤmm⸗ lingen der Portugieſen. Zum Danke, daß ihn die Gemeinde unterhaͤlt, unterrichtet er die Kinder in der katholiſchen Religion und liest taͤglich zweimal Meſſe.

Der Lempel des Schogodan, 11/2 Meile von Ranguhnein großes Gebaͤude iſt nur etwa 3o Fuß kleiner als die Pyramide Schomadu in Pegu. Er iſt viel ausgezierter und gewaͤhrt durch ſeine hohe Lage eine vortreffliche Ausſicht: die Fluͤſſe Pegu und Ran⸗ guhn durchſchneiden ein flaches Land, und der ſchoͤne Tempel Syriam ſteht bei der Vereinigung beider Stroͤme. Ueber 100 Stufen fuͤhren zum Tempel, der obere gewundene Theil iſt vergoldet. Die Nebenge⸗ baͤnde und Pagoden waren zahlreich und zum Cheil verfallen, zum Dheil noch nicht ausgebaut.

Der Weg von der Stadt zum Tempel iſt mit Sorgfalt angelegt. Unzaͤhlige Thuͤrmchen mit Niſchen für Gaudmabilder ſtehen an den Seiten. Nicht weit vom Wege liegen mehrere Kloͤſter im Schatten von Samarindenbaäumen⸗