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ten, breit, mit Ziegeln von den Ruinen der alten Stadt gepflaſtert, und an jeder Seite mit einem Renn⸗ ſtein verſehen. Auch die ſchlechteſten Haͤuſer uͤber⸗ treffen dadurch die indiſchen, daß ſie nach Maß⸗ gabe ihrer Hohe uͤber den Boden erhaben ſind. Die Kloͤſter der Rhahaans und groͤßern Gebaͤude ruhen auf 6— 8 Fuß hohen Pfaͤhlen, die kleinern Haͤuſer nur auf?— 4 Fuß hohen. Es gibt keine ſteinerne Haͤuſer in Pegu als ſolche, welche dem Koͤnige oder dem Gotte Gaudma geweiht ſind. Dem Volke iſt es ver⸗ boten, ſich ſteinerne Haͤuſer zu bauen, damit es nicht auf den Gedanken komme, ſich Feſtungswerke anzu⸗ legen. Die Haͤuſer ſind ſämmtlich aus Bambu und Matten, die Dächer mit Binſen gedeckt. Bei jeder Thüre ſteht ein Feuerhacken zur Herabreibung der Binſen; eine andere Stange hat ein plattes, 3 Fuß breites Eiſen, um die Flamme auszudruͤcken. Faſt auf iedem Dache ſtehen irdene Gefaͤße mit Waſſer. Ver⸗ an den Häuſern iſt allen Unterthanen ver⸗ oten.
Das merkwuͤrdigſte in Pegu iſt der Tempel des Schomadu oder des goldenen Gottes; dieſes bewun⸗ derungswuͤrdige Gebaͤude ſieht auf zwei Terraſſen⸗ eine uͤber der andern. Die untere, ein genaues Vier⸗ eck bildend, iſt 10 Fuß uͤber der Erde erhaben, die obere, kleinere Derraſſe iſt 20 Fuß hoch. Eine Seite der untern war 1394 Fuß lang und eine der obern 684 Fuß. Die Mauern, welche die Terraſſen umgeben,


