Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

214

uns Fleider von Katun uͤbergezogen; ploͤtzlich ftuͤrzten 24 Maͤdchen herein, welche uns 4 Maͤnner unbarm⸗ herzig begoßen. Herr Wood hatte einen Keſſel ero⸗ bert, und wehrte ſich ſo lange, bis alles Waſſer ver⸗ ſpritzt war. Durchnaͤßt kehrten wir nach Hauſe zuruͤck und begaben uns nach dem Umkleiden wieder zu dem Maywuhn, wo wir mit Tanz und Puppenſpiel bis Mitternacht unterhalten wurden.

Das alte Pegu kann man noch deutlich an der Mauer und dem Graben erkennen, welche es umga⸗ ben Es war ein Viereck, und jede Seite etwa 1 1/2 Meile lang. An vielen Stellen iſt der Graben verſchuͤt⸗ tet; die Mauer war an 20 Fuß hoch und unten 40 Fuß dick; ſie beſtand aus Ziegelſteinen, welche durch Lehm verbunden waren. Alle 300 Schritte entdeckt man noch gemauerte Baſteien. An jeder Seite der Mauer iſt ein 30 Fuß breites Thor und uͤber die Graͤben gehen Daͤmme. Als AlomprasPegn eroberte, machte er alle Gebaͤude mit Ausnahme der Tempel der Erde gleich. Der jetzige Koͤnig ließ aber die Stadt wieder aufbauen, ermunterte die Anbauer durch Land und verſammelte die zerſtreuten Familien. Das neue Pegu, balb ſo groß als das alte, iſt uͤberall von 10 Fuß hohen Pali⸗ ſaden umgeben. An jeder Seite befindet ſich ein Thor⸗ welches ziemlich fruͤh geſchloſſen wird. Ein elendes Stuͤck Geſchuͤtz, und einige Soldaten, welche gewoͤhn⸗ lich ſchlafen, haben die Thore beſetzt.

Die Sttaben ſind, wie in allen birmaniſchen Staͤd⸗