Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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Sreſſen, andere bloße Hutkoͤpfe ohne Rand. Nicht beſſer waren die Pffiziere gekleidet. Dann wurden drei Kinder des Vieekoͤnigs von Maͤnnern auf den Schultern getragen. Hinter ihnen ritt der Vieekoͤnig auf einem ſchoͤnen Elephanten, welchen er ſelbſt lenkte. Er trug einen dunklen Sammtrock mit langen Aer⸗ meln und goldenen Treſſen und eine reich geſtickte Muͤtze von demſelben Stoffe;' eine Menge Parade⸗ Elephanten folgten ſehr elend aufgeſchirrt. Bei den Stufen des Tempels kniete der Elephant des Koͤnigs nieder, um ihn abſteigen zu laſſen; alle Parade⸗Ele⸗ phanten thaten dasſelbe. Das Volk ſetzte ſich nieder. Nachdem der Gouverneur die Stufen hinaufgeſtiegen war, zog er ſeine Schuhe aus und ging ohne Son⸗ nenſchirm um den Tempel zur Bezeugung ſeiner Ehr⸗ furcht. Hierauf begab er ſich zu dem Prte der Luſt⸗ barkeit, einem freien Platze an einer Ecke des Tem⸗ pels, welcher auf zwei Seiten mit offenen, oben mit Schilf gedeckten Gaͤngen von Bambu eingeſchloſſen war.

Unter einer dieſer Hallen war ein erhabener Sitz⸗ mit einem Baldachin von Cuch, fuͤr den Vieekoͤnig und ſeine Kinder erbaut; neben ihm niedrige Vaͤnke fuͤr die Offiziere. Auf der linken Seite war ein aͤhn⸗ licher Thronhimmel fuͤr den Gouverneur von Marta⸗ ban; unter dem andern Gange wurde uns ein Sitz von ſchoͤnen Teppichen, jedoch ohne Baldachin ange⸗ wieſen. Die Beluſtigungen dieſes Tages beſtanden