Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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ein nettes Aeußere; aber im Innern iſt es in dem ab⸗ ſcheulichſten ſchmutzigſten Zuſtande, den man ſich nur denken kann. Schmutz von langen Jahren, ja Jahr⸗ bunderten her, iſt hier aufgehaͤuft. Die Zahl der Kanonen betraͤgt 22, beſtehend aus 6 und 4 Pfuͤndern. Ein Graben, der bei hoher Fluth mit etwas Waſſer angefuͤllt wird, umgibt es, und daruͤber führt eine Zugbruͤcke zu dem einzigen Thore. Jedoch ſcheint dies mehr zur Sichetheit gegen die Eingebornen als gegen Feinde berechnet zu ſeyn. Unter allen Winkeln in dieſem Tempel ſchmutziger Gottheiten ſind auszeich⸗ nend einige Kerker. Hier wurden einige Ungluͤckliche alt und abgelebt waͤhrend der langen Gefangenſchaft. Bougas oder Bvughaz iſt blos eine Station

fuͤr Reiſende, daher enthaͤlt es nur wenige Hutten, wo man Erfriſchungen von Reiß und Thee bekommt⸗ Ihre Sprache iſt die Javaneſiſche. Nur zwei re⸗ gelmaͤßige Waſſerplaͤtze finden ſich zwiſchen Bougas und Karang Samblang. In dieſer Gegend findet man auch wenige Wohnungen an der Straße, die einige Meilen ganz wuͤſte erſcheint.

Karang Samblang iſt ein huͤbſches Dorf, in einem Lande gelegen, das, wenn es fleißige Bewoh⸗ ner und eine gute Regierung haͤtte, eines der frucht⸗ barſten Doͤrfer in der Welt ſeyn muͤßte, ſo wie es eines der ſchoͤnſten iſt. Ungeachtet des Erpreſſungs⸗ Syſtems, ſowohl von Seite der Landes⸗Oberhaͤupter⸗ als der Eurvpaer iſt es immer noch reich genug