Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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Bergen liegt das Marsfeld, eine groͤne Ebene von ungefaͤhr einer Meile im Umfange. Es iſt nicht nur der Exerzierplatz, ſondern auch ein Lieblingsſpaziergang des ſchoͤnen Geſchlechts.

Vorn und ein wenig zur Rechten des Hafens iſt ein Waſſerbehaͤlter, der mit demſelben in Verbindung ſteht. Hier werden Schiffe gekalfatert, aber das ge⸗ ringere Steigen der Fluth wird immer das Anlegen von Schiffs⸗Werften verhindern. Duer vor dem Ein⸗ gange in dieſe Bucht war fruͤher ein Felſenriff, wel⸗ ches La Bourdonnats gleich Anfangs ſich be⸗ mübte, hinwegzuſchaffen; es iſt ſeitdem ſo ſehr daran gearbeitet worden, daß Schiffe, die 16 Fuß tiefe ha⸗ ben, ganz ſicher einlaufen koͤnnen.

Auch ein gutes Hoſpital, welches 300 Kranke auß⸗ nehmen kann, iſt vorhanden; die Lage iſt zwar be⸗ guem, aber vielleicht zu beſchraͤnkt, um geſund in ſeyn. Das Innere jedoch iſt gut eingerichtet, die Zimmer werden vft geluͤftet, und das glatte Dach, von welchem man eine gute Ausſicht auf die anſtoßends Kuͤſte und das Land hat, und welches der Seeluft zu⸗ gleich ausgeſetzt iſt, macht einen angenehmen Spatier⸗ gang fuͤr die Geneſenden. Verbunden mit dem Ho⸗ ſpital war ein Verein junger Frauen, welche unter der Aufſicht von Matroſen fuͤr viele Beduͤrfniſſe des Hauſes ſorgten; denn das Lindern menſchlicher Leiden iſt immer den mildern Gefuͤhlen dieſes Geſchlechts be⸗ ſonders angemeſſen geweſen.