Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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137.

ſoll, nach Nachrichten von Kaufleuten, die hier lan⸗ deten, ein kleiner See ſeyn, de, einige Fiſche enthaͤlt. Wilde Schweine und Ziegen, die es ſonſt in Menge gab, ſind jetzt faſt ausgerottet. An der Simons⸗ bay liegt die Stadt Simon, ein ſo armſeliger Ort, daß ein Fremder bei dem erſten Anblick in Verſuchung geraͤth, ſich einen aͤrmlichen Begriff von einer Colonie zu machen, die in Europa von der hoͤchten Wich⸗ tigkeit fuͤr England gehalten wird. Sie beſteht aus 40 Haͤuſern, die auf einer, das Ufer beherrſchenden Hoͤhe liegen, welche durch ſteile, aber unfruchtbare Huͤgel eingeſchloſſen iſt. Die Haͤuſer ſind nett, ſo⸗ wohl von Aufen als von Innen. Das ebene Land iſt ſo reich an Steinen, ſo arm an Waſſer, daß es keines Anbaues faͤhig iſt.

Die Straße nach der Capſtadt iſt dem Lande angemeſſen, ſie geht uͤber Steine oder tief im Sande, und windet ſich unaufhorlich rund um den Fuß un⸗ fruchtbarer Huͤgel, am Rande kleiner Buchten dieter

Bai hin. An dieſer Straße liegt Muſenburg,

ein militaͤriſcher Poſten. Dieſem zunaͤchſt liegt Wyn⸗ neberg, ein freundliches, einzeln liegendes Dorf, mit Wohnungen fuͤr Reiterei und Fußvolk, indem es zuweilen den Truppen aus der Capſtadt zum Som⸗ mer⸗Lager dient. Hier befindet ſich auch eine Abthei⸗ lung des Hottentotten⸗Regiments. Dieſe Leute ſind gewöhnlich erfahrne Bogenſchuͤtzen, und gute leichte Zruppen. Im Manoͤvriren ſind ſie nicht 75. Bd. Indien, II. 2. 3