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Madera verleitet oft Kranke, die an Lungen⸗Be⸗ ſchwerden leiden, dahin ſich zu begeben, um hier, wenn nicht voͤllige Herſtellung, doch wenisſtens ein verlaͤngertes Lebensziel zu erhalten.
Die Einwohner gleichen den Mulatten; denn ſie ſind immer der Sonne ausgeſetzt. Die Maͤnner haben kraͤftige und maͤnnliche Zuͤge; die Weiber, nur ſehr wenige ausgenommen, ſind hager und zufammen⸗ geſchrumpft. Beinahe Wunder wirkt bei ihnen der Anblick des Goldes; Streitigkeiten eieben uͤber den
Beſitz desſelben.
Mehr als so Meilen von Madyri liegt Palma, nüchſt dieſem die Inſel Ferro. Hat das Schiff dis Linie paſſirt, ſö zeigt ſich die Inſel Trinidad. Sie iſt ihrer Namensſchweſter in Weſt⸗Indien ſehr un⸗ gleich, hat ungefaͤhr s Meilen im Umfange, iſt hoch und zackig, und ſchwer zu erſteigen. Einige Baͤche,
mit ſuͤßem Waſſer, fließen in die See; und einzelns
Buͤſche baben zuweilen hieher verſchlagenen Schiffen einen geringen Vorrath an Brennmaterial verſchafft. Auf einer Seite erhebt ſich ein eylinderfoͤrmiger Fel⸗ ſen, der Nine⸗Pin, zu einer bedeutenden Hoͤhe; auf der andern ein noch hoͤherer, in Geſtalt eines Zuckerhutes, mit verkruͤppelten Straͤuchern bedeckt. Allein eine groͤßerere Merkwuͤrdigkeit iſt ein hoher natuͤrlicher Bogen, auf einem jaͤhen Vorſprunge des Landes, durch welchen die See mit gloßem und hef⸗ tigem Geraͤnſche bricht. Im Mittelpunkt der Inſel


