Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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nach enger werden, und deren jedes Pavillons an ihren Ecken haben. Die Kuppeln dieſer verſchiedenen Pavillons ſind von weißem Marmor. Das übrige des Gebaͤndes iſt rother Stein, zuweilen mit weißem Mar⸗ mor gemiſcht. Der fuͤnfte oder obere Stock iſt ganz von weißem Marmor. Fenſter laufen rund umher.

Die Pavillons dieſes Stockwerkes ſind gleichfalls Mar⸗

mor. Sie haben durch Gewitter und Erdbeben viel gelitten. Ein Pavillon iſt ganz zerfallen. Das Innere des oberen Stockwerks iſt kuͤnſtlich mit ſchwarzem Marmor ausgelegt. Die Buchſtaben geben verſchiedene Stellen aus dem Koran, und ſind vollkommen richtig geſchrieben. Auf jedem Stockwerk dieſes Gebaͤudes befinden ſich große Teraſſen, die zu den Zeiten der Kaiſer Jehanguir und Jehan mit Baldachinen von Goldſtoffe bedeckt waren, auf ſilberne Pfeiler geſtützt. Unter dieſer Decken Schatten beſprachen ſich die Mol⸗

lahs, oder mahomabaniſchen Prieſter mit gelehrten

Maͤnnern. Der Haupteingang iſt ein großes Thor⸗ das in den Garten fuͤhrt, mit Marmor⸗Moſaik von verſchiedenen Farben geziert. An jeder Seite der Mitte ſind zwei Stockwerke, welche große Zimmer enthalten⸗ deren Bogen ſpitzig zulaufen. In der Mitte des obe⸗ ren Stockwerks iſt eine Thuͤre, uͤber welche ein Fen⸗ ſter und Gelaͤnder; jedes untere Zimmer hat ein Fen⸗ ſter. Die Mitte iſt hoch gewoͤlbt, und erbebt ſie be⸗ traͤchtlich uber beide andere, ſo eben beſchriebenen