Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

124

wie eine Bruͤcke von verſchiedenen Voͤgen, die aus dem Gebaͤude uͤber dem Tank ſich zieht, gleichfalls von Steinen iſt. Von hier erblickt man die Thuͤrme des vormals glaͤnzenden kaiſeriichen Agra. Dieſe Stadt liegt an der Suͤdſeite des Fluſſes Jumna, uͤber den pier keine Fuhrt geht, erhebt ſich unmittelbar am Waſſer, und dehnt ſich in einen großen Halbkreis aus; man yaͤlt ſie fuͤr ſehr alt. Wie ſie aber jetzt ſteht, er⸗ baute ſie Kaiſer Aebar um das J. 1666, und nannte ße nach ſich, Aebarabad; ſie wurde die Haupt⸗ ſtadt ſeines Reiches. Die Feſtung, in welcher die kai erliche Burg liest, iſt grob. Sie ward von rothen Quaderſteinen erbaut, und mochte wohl zur Zeit ihrer Errichtung ſehr ſeſt ſeyn. Urſpruͤnglich hatte ſie einen dopzelten mit Waſſer angefuͤllten Graben breit und tief, der aus dem Fluſſe ſein Waſſer erhielt. Von drei Sei⸗ ten ward die Feſtung durch dieſen Graben von der Stadt getrennt, an der vierten oͤſtlichen Seite flotß der Strom neben ihren Waͤllen. Jetzt iſt der aͤußers Graben ganz vertrocknet, die Heerſtraße zieht ſich durch ihn hin; auch der innere Graben iſt an vielen Stel⸗ en ſlach, an einigen ganz trocken. Um die Stadt lief auch eine Mauer, mit Thuͤrmen. Schach Jehan⸗ Aebars Großſohn, fand kein Gefallen an der Lage von Agra, weil es in den Sommer⸗ Monaten einer übermaßigen Hitze ausgeſetzt iſt und wuͤnſchte eine Hauptſtadt zu errichten, die ſeinen Namen fuͤhrte. So ertichtete er das große Jehanabad in der Nähs