Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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123.

Seinen Namen erhielt es von Dara Scheko, dem aͤlteſten und ungluͤcklichſten Sohne des Kaiſers Schach Jehan, der im Kamyfe um die Krone, mit ſeinem juͤngſten Bruder Aurengzeb, geſchlagen, gleich einem wilden Dhiere gehetzt, und endlich ergriffen war. Nackend wurde er auf einen Elephanten geſetzt, damit er dem ſiegenden Heere zum Geſpoͤtte diene, und zu⸗ letzt unter Martern ermordet. Die Stadt hat viele Einwohner, und rings umher gut bebaute Aecker. Hier ſind auch noch Ueberbleibſel eines fuͤr Dara Scheko erbauten Jagdſchloſſes nebſt einem dazu ge⸗ hoͤrigen Tank. Dicht am Tank iſt ein kleiner Hayn von Palmen und anderen Baͤumen; außerdem aber gibt es keine Baͤume in der Nachbarſchaft, noch irgend Waſſer, als was wenige Brunnen und beſagter Tank hergeben. In und um die Stadt liegen beträchtliche Truͤmmer großer Gebaͤude. Sechs Koß weiter liegt Fyrozabad, ein anſehnliches Dorf. Seinen Na⸗ men hat es von der Purgunnah oder dem kleinen Bezirk, der in einem groͤßern liegt. Es ſtand unter einem Goſſein oder hindoſtaniſchen Prieſter, und da der Geiſt der hindoſtaniſchen Regierung den Feldbau außerordentlich beguͤnſtigt, war dieſer Fleck ein voll⸗ kommener Garten. Zum Schutz wurde dem Goſ⸗ ſein ein Lager von 2000 Mann in der Nachbarſchaft zuertheilt. Sechs Koß von hier entfernt, liegt Eta⸗ madpoor. Hier ſteht ein kleines ſteinernes Gebaͤude

in der Mitte eines großen Tank, deſen Einfaſſung