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war viel reicher, als der zu Lucknow. In der Naͤhe von Fyzabad ſtehen die Truͤmmer der uralten Stadt Dude. Man ſagt⸗ ſie ſey die erſte Kaiſer⸗
ſtadt in Hindoſtan geweſen, der Held Kriſchen habe
ſie gebaut. Der Geſchichtſchreiber Feritſcha erwaͤhnt ihrer, als der Hauptſtadt eines großen Reiches 1209 vor Chriſti Geburt. Das beruͤhmte hindoſtaniſche im heiligen Sanfkrit geſchriebene Werk Mahabaret ge⸗ denkt derſelben Stadt oft unter dem Namen Adju⸗ des. So prachtig ſie fruͤher geweſen ſeyn mag⸗ ſo findet man jetzt nur noch Trämmer⸗
vII. An einem ſteilen Abhange gegen den Fluß Jumna liegt Etaya. Die ufer beſehen aus ſoge⸗ nannten Kontſchaͤ oder urſpruͤnglichem Sande, der durch die anhaltende Sonnehitze, in der trockenen Jahreszeit, beinahe verglast iſt. Nahe am Fluſſe ſieht man neberbleibſel einer Feßtung. Die Stadt ſelbſt iſt auf eine Anhöhe gebaut, welche ſich, wie ſie dem ufer nahe kommt, in mannigfaltige abgeſonderte Huͤ⸗ gel vertheilt, um welche der Regen tiefe Graͤben ge⸗ ſpuͤlt hat. Die Stadt iſt zwar groß, aber armſelig;
nur zwei ertraͤgliche Haͤuſer ſind darin. Sechs Mei⸗ len(Koß) weiter liegt Jefwontnagur; hier ſind die Meilen kleiner, ſo daß ein Koß beinahe zwei eng⸗ liſche Meilen enthaͤlt. Von Staya bis hieher iſt das Land weuig angebaut, die Doͤrfer ſind nicht volkreich⸗ und ihre wenigen Einwohner haben ein kuͤmmerliches Anſehen. Von hier fuͤhrt der Weg nach Shekoabad.


