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denn eine Menge Elephanten, dem Nabob gehoͤrig, treiben beſtaͤndig auf den Straßen herum zur großen Gefahr der Fußgaͤnger.
Hart am Fluſſe ſteht der Palaſt des Nabob, auf einem hohen Ufer, und genießt einer ausgebrei⸗ teten neberſicht des Gvomty und des öſtlich gelege⸗ nen Landes. Schon der Vater des jetzigen Nabob, Soja ol Daulah, errichtete ihn. Sein Sohn, der jetzige Fuͤrſt, hat ihn ſehr erweitert, große Hoͤfe innerhalb der Ringmauern angelegt, und einen Don⸗ bar, wo er alle Perſonen, die ihm vorgeſtellt wer⸗ den, oͤfentlich annimmt, errichtet. Dieſer Dorbar beſteht aus drei Reihen nebeneinander kaufender Bs⸗ gengäͤnge, auf Saͤulen nach mohriſchem Geſchmacke geſtützt. Die Decken ſind praͤchtig vergoldet, und mit Verzierungen und Blumen ausgemalt. Aus einem
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Blumengarten gelangt man durch Stufen dahin.
Dieſer Garten beſteht aus viereckigten Flaͤchen mit ſo
ſtark riechenden Blumen gefuͤllt, daß die Nerven der
Europäer anfangs leiden.
Eine Tagreiſe ven Lucknow liegt Fyzabad. Dieſe Stadt iſt betraͤchtlich groß, und ſcheint eine Menge Einwohner der niederen Klaſſe zu haben, denn ſeit der Hof von da ſich nach Lucknow begab, ſind die Vornehmen ihm gefolgt. Hier in Fyzabad fin⸗ den ſich viele Ueberreſte huͤbſcher Gebaͤnde von Siegeb⸗ ſeinen; auch Ueberbleibſel eines Palaſtes, den Ng⸗ boh Sojah ol Daulah erbaute. Dieſer Palaſt
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