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iſt ein ſehr fruchtbarer Erdſtrich. Sie liegt zwiſchen den Fluͤſſen Jumna und Ganges, und hat daher den Namen, das Land Doab, d. h. Land zwiſchen zwei Fluͤſſen. Kaiſer Aebar iſt ihr Erbauer. Einſ ſoll die Feſtung ſehr bedeutend geweſen ſeyn; jetzt zerfaͤllt ſie in Truͤmmern. Die Walle decken runde und viereckigte Thuͤrme. Das Agrathor, ſo ge⸗ nannt, weil es nach Agra fuͤhrt, iſt ſehr huͤbſch. Viele kleine Pavtllons ſchmuͤcken ſein Bbertheil, und an der aͤußern Pforte desſelben befinden ſich zwei Re⸗ benpforten, ehemals durch Fallgitter beſchutzt.
Die Feſtung nimmt einen groben Raum ein, und muß eine zahlreiche Beſatzung erfordert haben. Das, was man die Stadt nennt, ſind blohße Strohhuͤtten, unter denen kaum die Spur eines anſehnlichen Hauſes öbrig blieb. 39 d
Von Allahabad fuhrt der Weg nach Lucknow⸗ Dieſe iſt die Hauptſtadt der Provinz Dude, und die Reſidenz des Nabob Aſof ol Daulah⸗ der zugleich Vezier des Landes iſt. Die Stadt iſt groß, aber kleinlich gebaut. Die Haͤuſer haben meiſtens Waͤnde von Thon; mit Stroh ſind dieſelben bedeckt. Einige beſtehen bloß aus Matten und Bambus, an⸗ dere ſind mit Cveos und Palmblaͤttern bedeckt. We⸗ nige ſind von Ziegelſteinen erbaut. In der trocknen Jahreszeit iſt Staub und Hitze unertraͤglich; in reg⸗ nichter liegt der Koth ſo hoch, daß man kaum durch⸗ waden kann. Die Regierung ſorgt nicht fuͤt Ordnung;


