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pier. Wiewohl dieſes Gebaͤude nicht groß ilt, ſo iſt es doch ein ſehr ſchoͤnes Viereck, an deſſen Ecken Pa⸗ villons ſind. In deren Mitte erhebt ſich ein herrli⸗ cher Dom mit Kuppel. Die aͤußere Seite des Doms ſchmücken Platanus⸗Blaͤtter in Stein gehauen. Der Haupteingang gleicht unſern gothiſchen Kirchen. Un⸗ fern Patna liegt Bankepour, dicht daran das militäriſche Standauartier Dinapour. An der Muͤn⸗ dung des Caramnaſſa liegt die Feſtung Burar. Am öſtlichen Ganges⸗Ufer Gazipvor; daſelbü ſind Ruinen eines ſchoͤnen Palaſes..
IW. Zwanzig engl. Meilen davon liegt Benares⸗ In alten Zeiten hieß die Stadt Kaſi, wann ſie aber den jetzigen Namen erhielt, iſt in der Geſchichte nicht bekannt. Sie liegt am noͤrdlichen Ufer des Ganges⸗ und gewahrt von der Waſſerſeite einen berrlichen An⸗ blick. Große Mannigfaltigkeit der Gebaͤude ergoͤtzt das Luge, und die vielen Stufen, die zu den Tempeln führen, verſchonern die Ausſicht um ſo mehr. Die das Auge in der Ferne ſo ſehr reizenden Gebaͤude ſind oft bloße Daämme. Mitten in der Stadt iſt eine große mahomedaniſche Moſauee, welche Kaiſer Aurengzeb erbauen ſieß. Die Straßen hnd enge, und nicht ſo reinlich, wie an andern Orten. Manche Gebaͤude ſind fuͤnf Stockwerke hoch; jedes iſt von einer andern Familie bewohnt. Die reichen Hindus wohnen in be⸗ ſonderen Haͤuſern mit offenen Hoſplaͤzen. Groß iſi hier die Hitze, theils wegen der Lage des Orts⸗ theils


