Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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weil die Haͤuſer aus Quaderſteinen erbaut ſind. um die Stadt zeigen ſich viele Verwuͤſtungen, die von den Muhamedanern geſchahen. Daſelbſt iſt die Ruine eines großen runden Gebaͤudes, allem Anſehen nach ein hindoſtaniſcher Tempel oder Theil desſelben: denn man ſieht noch Spuren einiger ſeiner Verzierungen. Merkwuͤrdig iſt zu Benares der DTempel Wiß Wis⸗ ſcha wegen ſeiner Verzierungen und Saͤulen. Auf⸗ fallend iſt, auf einem Gebaͤude in Hindoſtan den groͤßten Theil der Zierathen griechiſcher Baukunſt zu finden. Unterhalb Benares faͤllt der Gromty⸗ Fluß in den Ganges. Nicht weit vom Ausfluſſs desſelben liegt die Feſtung Jionpoor, die jetzt aber verfallen iſt.

vV. Bei den Hindus herrſcht die Sitte, daß wenn der Mann ſtirbt, die Frau ſich verbrennt; ja noch auffallender iſt, daß wenn der Kaiſer ſtirbt, ſelbſt die erſten Staatsdiener kein Bedenken tragen, ſich mit ihm der Flamme zu opfern. Staunen erregt hier der Muth der Frauen, mit welchem ſie den Scheiterhaufen beſteigen. Nichts haͤlt ſie ab von ih⸗ rem Unternehmen; nicht das Weinen ihrer Kinder; nicht der Anverwandten Bitten; ſtandhaft opfern ſie ſich. Ja bei Einigen herrſcht die Sitte, den Leich⸗ nam zu begraben, mit welchem die Frau ebenfalls ſich begraben laͤßt. Von Benares fuhrt der Weg nach Lutteſpoor, von Waͤldern dicht umgeben. Dieſe beſtehen meiſtens aus BambusRoͤhren, die