Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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ſchen und hollaͤndiſchen Faktorei. Unfern dieſer liegt die Stadt Moorſchedabad, beruͤhmt durch die Ueberbleibſel einer Cutterah, Pflanzſchule der Mu⸗ ſelmaͤnner. Jaffier Chan, Nabob von Benga⸗ len, errichtete dieſe Anſtalt, er zeichnete ſich haupt⸗ ſaͤchlich durch Sanftmuth und Liebe zu den Wiſſen⸗ ſchaften aus. Hier war der Sammelplatz vieler aus⸗ gezeichneter Gelehrten. Am gegenſeitigen Ufer ſteht das Grabmal Aliverdi's Chan, der ſich durch ſein Betragen gegen die Gefangenen von Caleutta 5a ſo ſehr als Tyrann bewies. Von Moorſchedabad führt der Weg durch die Doͤrfer Jungepoyr und⸗ Sooty nach Dodovanullah. Bei letztem Orte iſt eine Bruͤcke, die Sultan Sujah, zweiten Sohn des Kaiſers Schach Jehan erbaute. Sie iſt das zierlichſte Ueberbleibſel der Baukunſt, und berühmt durch den Sieg, den Major Ad ams 1764 uͤber Mier Coſſin erfocht. Am weſtlichen hohen und ſteilen ufer des Ganges am Fuße einer Huͤgelkette liegt Rajemahel, ungeſund wegen der vielen angraͤnzen⸗ den Waͤlder. Fruͤher unter des Sultan Sujah Re⸗ gierung war es Sitz der bengaliſchen Herrſchaft. um ter ſeiner Regierung gins Sananah, der Sitz der Weiber, durch Feuer zu Grunde, wobei 300 Weiber umkamen, weil ſie ſich aus Schamhaftigkeit vor den Maͤnnern nicht retteten. Von Rajemahel lauft die Heerſtraße zwiſchen Fluß und Huͤgel bis zum Durch⸗ gang von Sieri Gully, wo man die Provinz Ba⸗