Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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gempeln. Die Einwohner ſind aͤußerſt gaßfrei, ihre Sitten europaͤiſch und aſiatiſch⸗ Seine Pracht ver⸗ dankt Caleutta dem letzten engliſchen Statthalter.

Bis Plaſſey iſt nichts, was die Aufmerkſamkeit eines neugierigen Reiſenden reizen koͤnnte. Merkwuͤr⸗ dig aber iſt Plaſſey wegen der Uebereinkunft vom Jahre 1167:Db Englaͤnder als Kaufleute in Ben⸗ galen ſeyn duͤrften.

Etwas uͤber Caleutta liegt das daͤniſche Etabliſ⸗ ſement Serampoor, eine ſchoͤne anſehnliche Han⸗ delsſtand. Zu Ghiretty, zwanzig Meilen von Cal⸗ eutta, iſt ein huͤbſcher Landſitz, welchen 1781 die Fa⸗ milie des verſtorbenen Sir Eyro Cvote bewohnte, der damals auf den Carnatiſchen Gefilden fuͤr ſein Vaterland focht, und einen glorreichen Sieg durch Geſundheit und Leben erkaufte. Etwas höher liegt die franzoſiſche Beſitzung Chandernagorn, dicht da⸗ bei iſt Chinſurah, eine hollaͤndiſche Beſitzung. Dieſe Stadt erkennt man von weitem; ſie hat einen huͤbſchen Anblick, ſchone Haͤuſer, eine Kirche, und einen Damm, der in den Fluß geht. Von da fuͤhrt der Weg nach Culna und Nuddea, zweier an⸗ ſehnlichen Staͤdten. Beruͤhmt iſt Cutwa durch den Ruͤckzug, welchen 1742 Aliverdy Chan im Ange⸗ ſichte eines großen Marattiſchen Heeres unter⸗ nahm. Auf Cutwa folgt Burhampoor, welches fuͤr zehntauſend Mann Caſernen hat. Etwas ober⸗ halb lieht die Inſel Coſfinbuzar mit einer engli⸗