Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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xen der Hindus zogen in ihre Heimath zuruͤck. Eng⸗ laͤnder beſetzten Madras im vorigen Jahrhunderte. Beruͤhmt iſt die Ebene von Choultry. Gut gebaut ſind die Haͤuſer. Reizend und erquickend iſt die Aus⸗ ſicht am Abende im Mondesſcheine. Hoͤchſt bemer⸗ kenswerth iſt der ſchoͤne hindoſtaniſche Tempel, oder die Pagode zu Sriplecane, zwei Meilen ſuͤdlich von Madras. Dieſer Tempel iſt betraͤchtlich groß; der Gipfel erhebt ſich ſo hoch uͤber die Baͤume, daß man ihn im ganzen Lande ſieht. In ſeine Tiefe hin⸗ ab gehen Stufen; alles iſt Steinwerk, die Maurer⸗ Arbeit vortreftich. Viel halberhabnes Schnitzwerk, bezuͤglich auf die Religivn der Hindus, befindet ſich an den Waͤnden.

II. Ausgezeichnet iſt Indiens Fluß, der Sun⸗ ges, durch ſeine Stroͤmungen und die an ihm an⸗ liegenden praͤchtigen Staͤdte. So liegt an ihm die Hauptſtadt des brittiſchen Gebiets im Morgenlande, Calcutta. Dieſe Stadt hat an der Suͤdſeite eine Feſtung, die alle andern Indiens an Staͤrke und Re⸗ gelmäßigkeit uͤbertrifft. Fuͤnfthalb engliſche Meilen

im Umfang, die Straßen breit, die Reihe der Haͤu⸗ ſer an beiden Seiten der Feſtungs⸗Eſplanade praͤchtig⸗ und was den ſtolzen erhabenen Anblick erhoͤht, die Haͤuſer ſtehen einzeln, jedes hat einen bedeutenden Raum um ſich. Die Wohnungen ſind geraͤumig und mit Treppen verſehen, die zu Saͤulengaͤngen und Schwiebboͤgen fuͤhten; ſie gleichen dadupch griechiſchen