Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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Raven, eine Palmen⸗Art, welche nur in Mada⸗ gaskar einheimiſch iſt. Der Baum wird ſehr groß, und ſein Herz, wie jenes der Kohlpalme gegeſſen. Seine Rinde iſt hart, ſein Holz faſerig und unver⸗ weslich, und wird zum Baue der Haͤuſer verwendet. Unter den haͤutigen Hüllen, welche die Bluͤten dieſer Palme umgeben, findet man ein Gummi von außer⸗ ordentlichem Wohlgeſchmacke.

Das Land von Fpulpoint iſt reich an fetten Triſten und an Vich. Der ſchoͤne Fluß Onglebey verliert ſich 400 Totſen von ſeiner Muͤndung im Sande. Dieſer Fiſchreiche Fluß, auf welchem ſich viele Voͤgel aufhalten, iſt an einigen Orten ſehr tief, an andern ſehr breit. Es iſt zu bedauern, daß es in dieſem Fluſſe, wie in allen andern Fluſſen Madagaskars, ſehr ungeheuere Krokodille gibt. Die Baͤume und Stau⸗ den, weiche die Flüſſe ſo reizend machen⸗ ſind die Schlupfwinkel dieſer furchterlichen Thiere.

Einige Meilen von Foulpoint und den hohen Bergen von Ambotismene näher wird die Gegend maunigfaltig. Huͤgel ſchuͤtzen die Ebenen und Thaͤler vor den Winden; wegen der hohen und holzreichen Lage des Landes iſt die Hitze nicht mehr laſtig. Die weniger bearbeiteten Felber ſind wilder und wüſter: die Heerden irren frei umher. Die Wieſen in den Thalern werden von einer Menge der Baͤche bewaͤſ⸗ ſert und befruchtet. Die Blumen haben mehr Glanz, und ihre Farben ſind ſchimmernder und mannigfalti⸗ ger, als auf unſern Wieſen. Ohne Kunſt, ohne Sym⸗ wetrie gepflanzte Baumgruppen machen dieſe ländli⸗ chen Gegenden noch retzender und intereſſanter. Einige Meilen weiter ändert ſich der Schauplatz, und das Land wird bergig.

Eine Menge Vegetabilien bietet ſich in reichem eberfluſſe zur Unterſuchung dar. Man lernt s gans verſchiedene Reis⸗Arten kennen. Gerſte von vorzug li⸗