Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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der malabariſchen Schule beſtieg er das daͤniſche Schiff Friedrich IV., langte den 1. Juni 1718 zu Norwegen und den 22. Nov. zu London an, wo Ziegenbalg Bericht von der Miſſionaͤr-Anftalt zu Tranguebar erſtattete. Mit ſeiner Gattin, denn er hatte waͤhrend dieſer Reiſe in Halle geheirathet, trat er die Ruͤckreiſe nach Bſt⸗Indien an, welches er auch trotz eines großen Sturmes gluͤcklich erreichte.

Aus der Druckerei der Miſſionaͤre, welche ſie aus Europa erhalten hatten, gingen nach und nach immer mehrere Werke in malabariſcher Sprache hervor, welche unter die Heiden vertheilt wurden.

Im J. 1748 reiste Ziegenbalg nach Cudu⸗ lur, welche Stadt in der Naͤhe von Dewanapat⸗ nam und dem Kaſtell St. David liegt, und fand an verſchiedenen Drten Gelegenheit, den Heiden das Wort zu verkuͤndigen, und einige kleine, zu Dran⸗ guebar gedruckte Buͤcher zu hinterlaſſen.

Außer der Druckerei und Schriftgiekerei hatten die Miſſionaͤre auch eine Papiermuͤhle; beide erſteren beſinden ſich in dem großen Miſſionshauſe.

(Den s. Juni a749 kamen die 3 Miſſionaͤre Ben⸗ jam Schultz, Nik. Dal und Heinr. Kiſten⸗ macher gluͤcklich in Madras an. Zu gleicher Zeit war auch das alte Teſtament in das Malabgriſche uͤberſetzt, und dem Drucke uͤbergeben).

Im Januar aus verließ der Miſſivnaͤr Ziegen⸗ balg Tranguebar, und predigte in dem Flecken