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Puntarei. Der Vorſtand des Drtes ſetzte ihm einige Fruͤchte vor, waͤhrend welcher Zeit ſich alle Einwohner des Drtes um ihn verſammelten, mit welchen er ſich in Religions⸗Geſpraͤche einließ, und einen gedruckten Brief hinterließ. In der großen Stadt Cſchiali verweilte er 3 Tage, und ſetzte ſich an einen großen Teich, in welchem viele Bramanen bade⸗ ten. Ziegenbalg redete ſie an, erhielt aber keine Antwort, weil ſie ſich nicht in ihrer Andacht ſtoͤren laſſen wollten. Denn, wenn ſie bei ihren Zeremonien einen Fehler begehen, ſo muͤßen ſie dieſelben von Neuem beginnen. Bald aber kamen viele andere Leute, mit welchen er Geſpraͤche anknuͤpfte, deren Inhalt die Bramanen in eine ſolche Wuth verſetzte, daß ſie mit großem Unwillen fortgingen, und viel Volk mit ſich nahmen.
Als Ziegenbalg zu dem großen Fluß Colla⸗ raon, der Grenzſcheide zwiſchen Tanjour und dem Reiche des Mogul gekommen war, wurde er auf
dem letzten tanjour'ſchen Platze Walladurei ange⸗ halten, ſo zwar, daß man ihn weder vorwaͤrts, noch ruͤckwaͤrts laſſen wollte. An dem Fluſſe befanden ſich in einer Herberge viele Fremde, zu welchen ſich der Miſſionaͤr geſellte, und ſich uͤber Gegenſtaͤnde der Religion unterhielt.
In der großen Stadt Sſchidambaram wider⸗ legte Ziegenbalg die Meinung der Bramanen: „daß mit der Reinigung des Koͤrpers in den heiligen


