Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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Wiſſenſchaften. Nach ihrer Vermaͤhlung erhalten ſie viele Geſpielinnen. Haben die Wittwen keine Kinder, ſo gehoͤrt der Brautſchatz ihnen; haben ſie aber Kin⸗ der, ſo werden ſie mit den Kindern von den Brudern des Mannes ernaͤhrt. Nach dem Lode der Eltern muͤßen die Kinder jaͤhrlich ein Almoſen(Didi) geben, und zwar im Namen des Vaters und der Mutter, damit es ihrer Seele zu gut komme. Den Lag zuvor, ehe das Didi gegeben werden ſoll, wird das ganze Haus gereinigt und mit Kuh⸗Miſt beſtrichen. Dann kommen mehrere Bramanen, welche ſich ſetzen muͤßen; der Sohn, welcher das Didi gibt, nimmt ein Bad, verrichtet ſeine Zeremonien, und uͤbt dann ſich in Liebes⸗Wer⸗ ken. Die Bramanen beſprengen mit dem Badwaſſer dreimal ſein Haupt, und werfen Blumen und Reis auf daſſelbe. Nach dieſer Zeremonie legt er ihnen auf Feigenblaͤttern Eßwaaren vor, nennt den Namen Biruma, Wiſchnu und Tſchiwa, und gibt den

Bramanen, welche ihn beſprengten, neue Kleider⸗

Die uͤbrigen Bramanen erhalten ihrem Range ange meſſene Geſchenke, waͤhrend der Sohn vor ihnen auf das Angeſicht faͤllt. An den DOrt, an welchem die Bramanen geſeſſen, wird Reis mit verſchiedenen Fruͤchten gelegt; dieſer dann mit Waſſer angefeuchtet, geknetet, und zu runden Stuͤcken bereitet. Drei bis vier ſolcher Stuͤcke legt der Sohn auf ein Feigenblatt, denkt an ſeine Eltern und Gwobeltern, und ßellt ſich,