8
3 Blaͤttern ſtehenden Buchſtaben dreimal nachſagen⸗ Der Knabe wird dann aus dem Hauſe der Eltern von dem Schulmeiſter und den Schulkindern gefuhrt, bald aber zuruͤckgebracht, wo ein Gaſtmahl ſie erwartet.
Wenn der Mann und die Kinder gegeſſen haben, ſo ißt erſt die Frau mit den Sklaven. Die Mala⸗ baren ſind ſehr aberglaͤubiſch, und halten viel auf Zaubereien und Geſpenſter.
An der Hinterlaſſenſchaft des Vaters haben blos die Sohne Antheil; die Lochter bleiben ſo lange bei ihren Bruͤdern, bis ſie ſich verheirathen. Was ihnen der Bruder aus gutem Willen gibt, mit dieſem muͤ⸗ ßen ſie ſich becnuͤgen. Sterben die Eltern, und hin⸗ terlaſſen Schulden, ſo nehmen die Söhne gleiche Theile derſelben auf ſich.
Die Maͤdchen, welche ſich zu Taͤnzerinnen be⸗ ſtimmen, kommen mit dem sten Jahre in die Schule⸗ um Leſen zu lernen. Bis ſie alle Bewegungen⸗ welche der Tanz erfordert, machen koͤnnen, werden ſie 8 9— 10 Jahre alt. In dieſem Alter wird das Maͤd⸗ chen zur Pagode Dienerin angenommen. Der Prie⸗ ſter der Pagode haͤngt ihr die Traubinde um den Hals, gibt ihr einen andern Namen, und einen E nwohner der Stadt als Vater. Dieſe Taͤnzerinnen tragen Unterkleider von Katun, und unter dieſen lange Beinkleid'er, wel he bis auf die Fuͤße reichen. um den Pberleib haben ſie enge Bruͤſtchen. In der Naſe haͤngen goldene Ringe, und an der Stirne


