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verſehen. Nach vollendeter Ladung erboten ſich zwei indiſche Chriſten auf des Admirals Schiffen nach Portugal zu teiſen, um dann Rom und Jeruſa⸗ lem beſuchen zu koͤnnen.
Am 10. Jaͤnner 4601 ſegelte Cabral ab, und um 16ten ankerte er vor Kananor, 31 Meilen von Kochin nordwaͤrts. Dieſe Stadt iſt ſehr weitlaͤufig an einer ſchoͤnen Vav errichtet; allein die Haͤuſer ſind nur aus Erde und mit Schiefer gedeckt. Das Land trägt Ingwer, Kardamonen, Tamarinden, Kaſ⸗ ſia, Mirabolanen, aber nicht viel Pfeffer. Es gibt bier ſo giftige Ottern, daß Menſchen durch ihren Athem getoͤdtet wurden. Ein gleiches iſt mit den Fledermaͤuſen und Geyern, deren Kopf einem Fuchſe ähnlich iſt; doch ſind ſie gut zu eſſen. Andere Le⸗ bensmittel gibt es noch im Ueberfluſſe. Der Koͤnig iſt ein Braman und einer der drei Fuͤrſten in Ma⸗ labar, welche Niemanden unterworfen ſind. Der Admiral kaufte 4 Zentner Zimmet ein. Da der Koͤnig vermuthete, daß er aus Geldmangel nicht mehr kaufe, ſo ließ er ibm eroͤffnen, daß auf Kredit noch ſo viel gegeben werde, als beliebig ſev. Kabral dankte fuͤr dieſe Großmuth, und nahm einen Abgeordneten des Koͤnigs auf ſein Schiff, zur engeren Verbindung mit dem portugieſiſchen Hofe.
Der Admiral ſegelte durch den Meerbuſen zwiſchen Indien und Afrika, in deſſen Mitte er am 31. Faͤnner ein grobßes Kauffartbeiſchiff wegnahm. Doch


