Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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Geſinnungen durch Zeichen, und winkten ihnen. Sie eilten jedoch dem Lande zu, und brachten bald in ihren Kaͤhnen 46 junge Maͤdchen, gaben an jedes unſerer Boote 4 davon ab, und gingen ſo freundſchaftlich mit uns um, daß wir ſie fuͤr die treueſten Freunde hielten. Inzwiſchen ſahen wir eine Menge Volks durch die Fluth auf uns zuſchwimmen, waͤhrend einige alte Weiber aus den Haͤuſern uͤberlaut ſchrien, und die Haare ſich ausrauften. Wir ſchoͤpften Verdacht von Verrath, griffen zu den Waffen; und wirklich, die Maͤdchen, welche ſie in unſere Boote geſetzt hatten, ſprangen in das Meer, die in den Kaͤhnen waren, ſchoſſen mit Bogen auf uns, und jene, die in den Fluthen daher ſchwammen, trugen ſpitzige Lanzen. Wir vertheidigten uns tapfer, richteten mehrere Kaͤhne zu Grunde, toͤdteten etliche zwanzig Menſchen, mach⸗ ten 2 Maͤdchen und 2 Maͤnner zu Gefangenen, und legten dieſe in Feſſeln. Die Maͤdchen aber und ein Gefangener entwiſchten uns in der folgenden Nacht.

Tags darauf ſegelten wir laͤngs des Huͤgels s0 Meilen weiter, und trafen ein Volk, welches in Sprache und Sitten von dem Vorigen ganz verſchie⸗ den war. Wir ſtiegen an das Land; aber die Volks⸗ menge am Geſtade, die ſich auf 4000 Mann belaufen mochte, flah von uns in die Waͤlder. Bald trafen wir mehrere Zelte, in denen verſchiedene Gattungen von Fiſchen gebraten waren. Man bratete dort ein Thier, welches einem Drachen glich; es war unbe⸗