Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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haben ſie nicht. Das Gemuͤße, was ſie zu ihrer Nah⸗ rung brauchen, iſt eine Baum⸗Wuriel, aus welcher ſie Mehl machen, die ſie bald C hambi, bald Jucha, bald Ig name nennen. Fleiſch eſſen ſie wenig, Menſchenfleiſch ausgenommen. Ihre Feinde aber, die ſie im Felde toͤdten, oder gefangen nehmen, Maͤnner und Weiber, freſſen ſie mit mehr als thieriſcher Wild⸗ heit auf; wir waren deſſen oft Augenzeugen; und ſie wunderten ſich, daß wir unſere Feinde nicht auf gleiche Weiſe aufzehrten. Der Verlauf der Beſchrei⸗

bung wird noch mehrere Beweiſe von der Rohbeit dieſes Volkes liefern.

Bei dieſer erſten Landung ſahen wir, wenig Ge⸗ winn voraus, weil wir die Sprache dieſes Volkes nicht verſtanden. Gold trafen wir nur wenig an. Wir ſegelten daher laͤngs des ufers zwiſchen Klippen und Riffen, und kamen nach einigen Tagen in einen Hafen, wo uns große Gefahr drohete. Wir trafen naͤmlich hier eine Drtſchaft von ungefaͤhr 20 Woh⸗ nungen, welche in die See auf holzernen Pfeſlern ge⸗ baut, und mit Zugbruͤcken verſehen waren. Sobald uns die Einwohner bemerkten, flohen ſie in ihre Wohnungen zuruͤck, und zogen die Bruͤcken auf. In⸗ zwiſchen ſahen wir zwoͤlf Kaͤhne, wie ſie ſolche aus Baumſtuͤmmen aushoͤhlen Kanve), auf uns kommen. Die Wilden wunderten ſich uͤber unſere Geſtalt und Kleidung, und hielten ſich in einiger Entſernung von uns. Wir verſccherten ſie unſerer freundſchattlichen