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kung in die Stadt eingeruͤckt war, kehrte der Muth der Griechen in Tripolizza zuruͤck. Er verſam⸗ melte den Senat am Morgen nach ſeiner Ankunft und hielt demſelben vor, daß er unthaͤtig ſey, ſchlafe, rauche und mit gefangenen huͤbſchen Tuͤrkinnen ſich vergnüge, indeß er und ſeine Krieger die Laſten des Frieges allein truͤgen. Jetzt muͤſſe alle Mann⸗ ſchaft des Landvolkes nach Tripolizza entboten werden, um den Türken entgegen zu marſchiren. Als er nur einige Verſtaͤrkung vom Lande erhalten hatte, bot er ſelbſt in Tripolizza alle Maͤnner bei Todesſtrafe auf, die Waffen zu ergreifen. Von allen Seiten kamen friſche Aufgebote an und Eoloeo⸗ troni eilte, um alle Paͤſſe nach Apgos ſtark zu be⸗ ſetzen. Manche gefangene Tuͤrken flüchteten bei die⸗ ſer Verwirrung aus Sripolizza, fanden aber ihren Tod, da ſie den vielen nach der Stadt rückenden Griechen begegnen mußten. Der fruͤher erwaͤhnte ver⸗ wundete tuͤrkiſche Aga, Ali Cochi mit Namen⸗ wurde von den Mainotten in das Haus eines Se⸗ nators geſchleppt, wo vermuthlich die Abſicht war, ihn in der Stille hinzurichten, da ſeine großen An⸗ ſtrengungen, Tripolizza zu vertheidigen, und ſein Haß gegen die Griechen bekannt waren. Carne empfahl er ſeinen Sohn Konſtantin und ſegnete ſeine Frau und Kinder. Carne fand Gelegenheit, den Sohn und die älteſte Tochter nach einem Hafen an der Küſte und von dort nach Konſtantinopel zu befoͤrdern, wo ſie viele Freunde hatten; die Mutter ſelbſt hatte beſchloſſen, mit ihren juͤngſten Kindern das Schickſal ihres Gatten zu theilen.
Als Carne Tripolizza verließ, waren die Griechen dort voll Wuth, weil der turkiſche Gene⸗ ral Dramali ſo unvorſichtig geweſen war, ungeach⸗ tet ſeiner überlegenen Reiterei, ſich in den Paͤſſen des Berge umher von Colveotroni einſchließen zu laſ⸗
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