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uͤbergehen hier den Feldzug Churſchids aſcha.* Da, wo es Tuͤrfen noch wohl geht, erhaͤlt. natuͤr⸗ lich kein chriſtlicher Reiſende Zutritt zu ihren Fami⸗ lien, aber deſtv leichter findet man ihn dort, wo ſie ſich im Elende befinden, und Carne fand ihm beſon⸗ ders leicht in dem groten Hoſpital der Kranken und Verwundeten dieſer Nation, wo freilich von Seiten der Griechen Nichts zur Erleichterung des Elendes ihrer Feinde geſchah; deſto daukbarer nahmen die Tür⸗ ken jede Wohlthat und Milde hieſelbſt aus chrißtli⸗ cher Hand an. Alle zeichneten ſich durch Geduld⸗ Ergebung in ihr Unglück und Unterwerfung in den Willen des Himmels aus.
Carnetraf Handtvia Dudu in ihrer Woh⸗ nung beſchaͤftigt, ſich zur Abreiſe in die Gebirge fer⸗ tig zu machen. Eine vieljährige Buſenfreundin der⸗ ſelben nahm auf das Ruͤhrendſte Abſchied von ihr, in der Furcht, die Freundin nimmermehr zu ſehen⸗ Handitvia hatte mit ihren beiden griechiſchen Be⸗ kanptinnen kaum drei Meilen hinter Tripolizza zuruͤckgelegt, als ihr eine Partei Mainotten begegnete, und ihr das Werthvollſte ihrer Sachen raubte. Sonſt kam ſie wohlbehalten im Gebirge
Dre Anſtalten der Griechen in Tripolizza zur Vertheidigung waren ſchlecht genug, und die Tuͤr⸗ ken wüͤrden den Prt leicht genommen haben, wenn ſie ihn angegriffen hatten. Auch bei dieſer Gelegen⸗ beit zeigten die Grlechinnen im Ganzen mehr Muth, ais die Maͤnner. Die ſo beruͤhmte Bobolina er⸗ klärte feierlich, daß ſie ihre uͤberaus retzende achtzehn⸗ jaͤhrige Schweſter Emeralda, weiche franzöſiſch verſtand und eine kurze Zeit in Rußland gelebt hatte, mit eigener Hand toͤdten werde, damit ſie keine Beute der Tuͤrken werden könne.— 2
Sobald Colocotroni mit voo Mann Verſtär⸗


