Teil eines Werkes 
4. Th., 3. Bdchn (1832)
Entstehung
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es fehlten hier Baumſchatten, Gaͤrten und Quellen. Die duͤrre Heide und die noch duͤrreren Hugel haben freilich nicht die liebliche und reiche Naturausſtattung des ſchoͤnern Iriens.

Aus Gefaͤlligkeit fuͤr Carne veranſtaltete, unge⸗ achtet der traurigen Zeft, ſein guͤtiger Wuth in Trt⸗ polizza eine griechiſche Tanzpartie aus den beſten Tänzerinnen, welche er nach Landesſitte nachher be⸗ wicthete. Merkwürdig war, daß ein gefangener Zürke dazu muſterbaft die Guſtarre ſpielte. Vieleicht erhielt ihm dies Talent das Leben. Seine ſchoͤne Lochter war eine der trefflichſten Taͤnzerinnen.

Bei der Revolution in Griechenland hat nur der Bauernftand gewonnen. Alle Unterdruͤckungen, Frohnden und gutsherrlichen Abgaben und Pachtgel⸗ der an die Türken haben aufgehoͤrt. Selbſt der Krieg drüͤckte uur dieſe Klaſſe nicht ſchwer, denn der zum Dienk requirirte Bauer dlente nur einige Monde im Felde oder in einem feſten Platze, und beasbeitete ſein Feld in der uͤptigen Zeit.

Deſio mehr haben die griechiſchen Kaufleute an Waaren, Häuſern und Schiffen verloren. Dieſent⸗ gen, welche auf dem feſen Lande der Levante wohn⸗ ten, oder auf den Eylanden, wo die Türken die Oberhaud behielten, haben ihre Heimath verlaſſen, und viel Eigenthum im Stiche laffen müſſen. Man⸗ cher fonſt eintraͤgliche Handelszweig iſt jetzt gaͤnzlich für ße verloren, daher ind in diefer Klaſſe nicht alle Griechen Patrioten.

Einige griechiſche Generale und beſonders Colocotroni, haben im Beutemachen gute Ge⸗ ſchaͤfte gehabt, und von Vielem, was den Tuͤrken geraubt wurde, hat die Stadt Nichts, und ſelbſt der Raͤuber oft wenig Nutzen gezogen. Der Harem Pafcha wurde von dieſem ran⸗ zionirt.