Teil eines Werkes 
4. Th., 3. Bdchn (1832)
Entstehung
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behrden vor den Moreotinnen aus, welche weni⸗ ger ſchoͤn ſind. Mauche waren ſo weit herunterge⸗ bracht, daß ſie Kuchen und Zuckerwerk auf den Stra⸗ ßen feil boten. Die ſchoͤnſten Weiber in Griechen⸗ land ſind gewiß Albaneſerinnen oder aus Suli; von den Athenerinnen nimmt man allgemein an, daß ſie häßlich ſind.

Groß war das Elend der wenigen tuͤrkiſchen Fa⸗ milien, welche dem Morde in Sripolizza entron⸗ nen waren, wenn ſie nicht zufaͤllig ein wenig Geld noch gerettet hatten. Mehr durch Elend, als durch Armuth, befand ſich die Familie eines Aga, beſtehend aus einer Mutter und s Kindern, ſchutzloss. Die Mutter war eine freundliche und angenehme Frau, mittleren Al⸗ ters, deren aͤlteſte Tochter as Jahre alt, der Sohn Conſtantin etwas juͤnger war. Eine hubſche tür⸗ kiſche Waiſe von as Jahren lebte noch bei dieſer Fa⸗ milie, die ſich ſehr verſteckt hielt. In einem anderen Theile der Stadt lebte der Aga, krank an fuͤnf em⸗ pfangenen Wunden und jeder Hilfe beraubt, welche ſeine Schwaͤche verlangte. Er hatte ein edles Anſe⸗ ben, und ertrug ſeine Leiden mit Wuͤrde. Mit Ver⸗ gnügen erleichterte Carne den Zuſtand dieſes un⸗ glůcklichen. Er war ſeiner Gattin und ſeinen Kindern hoͤchſt zugethan, hatte ſie aber ſeit der Eroberung der Stadt im Sturme nicht geſehen, ſo ſehr er auch dieß wuͤnſchte. Die Naͤchte waten bisweilen ſehr kalt und