Teil eines Werkes 
4. Th., 3. Bdchn (1832)
Entstehung
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ſich aber ſehr betrogen, und warjetzt in Navarin, welches eiße Mauer mit 12 Kanvnen vertheidigte, er⸗

ſter Artillerie⸗Ofüzier. Die Beſitzung beſtand aus 3 anderen franzöſiſchen Offizieren und etwwa 100 Griechen.

In einer Nacht ubetſiel ein Theil der tuͤrkiſchen Be⸗

ſatzung aus dem nahen Modon das ſchwach beſetzte Navarino, und ſchon wollten die Suͤrken ſtuͤr⸗ men, als der Franzoſe mit Muͤhe 6 6 Grie⸗ chen zuſammenbrachte, um 2 3 Kanbnen abzufeuern; indeß die andern Griechen davon liefen. Dieſes Feuern erſchreckte dergeſtalt die Tuͤrken, daß ſie ſich eiligſt wieber einſchifften. Von der griechiſchen Re⸗

gierung erhielten dieſe Fremden Nichts, als Düartier,

eine Ration Wein, Fleiſch und Brod taͤglich, aber nicht einen Pfennig baares Geld, um ſich andere Noth⸗

wendigkeiten zu verſchaffen. Selbtt der Wein war da⸗ mals in Moren ſchlecht; er hatte die Fabe von

Kornbranntwein und einen Beigeſchmack, welchen ihm die Griechen durch Zumiſchung abſichtlich gaben, ſo daß er wie Gift ſchmeckte. Carne bewirthete die Dffiiere mit einem Schaf und etwas ihm noch uͤbrig gebliebenen Cypernwein und lieh den Ungluͤcklichen einige Piaſter, um ſich Schuhwerk zu verſchaffen. Nur durch Punger und Durſt waren die Griechen zum Beſitz von Navkrinv gelangt, welches die Suͤrken ſo lange vertheidigt hatten, bis ſie aus Mangel an friſchem Waſſer Seewaſſer hatten trinken mſſen. Die verſprochene Capitulation war ſchlecht