Teil eines Werkes 
4. Th., 3. Bdchn (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

313 ter Moͤnch bewohnte, welcher ein Lebemann und

Wohlluͤſlung war; den Anſtand jedoch wohl zu beob⸗

achten wußte. n i e b

Die dicken Mauern, der von den Johanniter⸗ Ritterm etbauten Feſtungen mit vielen Thuͤrmen, ver⸗ fallen unter tuͤrkiſcher Botmaͤßigkeit und ſind nicht mit Geſchuͤtz verſehen. Die Ruinen des ehemaligen

Palaſtes des Ordens⸗Großmeiſters: zeigen, wie glaͤn⸗

zeud die Ritter auf Rhodus lebtenz doch iſt er jetzt faſt Ruine; die Stadt iſt regelmaͤßiger, breiter und reinlicher als die meiſten Straßen des Drients; auch haben die Gaſſen, zum Theil mit Baumgaͤngen ver⸗ ſchoͤnert, Fußbaͤnke laͤngs der Haͤuſer. Die Haͤuſer haben Europäer gebaut, daher ſehen ſie noch jetzt nicht tuͤrkiſch aus. Die Juden haben eine eigene enge Gaſſe jur Wohnung; die Griechen dagegen ein gro⸗ hes und reinliches Quartier: In den ſchoͤnen Caffee⸗ haͤuſern war es um ſo woller, da die wohlgekleideten und gehen Carne und ſeine Begleiter ſehr hoͤfliche Tuͤrken den erſten Tag des Beiramsſeſtes feierten. Der kleine Hafen, deſſen Felſen am Eingange ſich ſo nahe ſind, daß zu gleicher Zeit nur ein Schiff hinein⸗ ſegeln kann, wird immer ſeichter fuͤr Kauffahrteiſchiffe. Ein Theil der Haͤuſer ſteht nahe am kurzen, aber mit berrlichen Bäumen beſchatteten Kai. Die Luft iſt hier vorzuͤglich rein und geſund und anſteckende Krank⸗ heiten ſind dort faß unbekannt, indem die in der hei⸗ hen Jahretzeit gewoͤhnlich hertſchenden Weſwinde die