Teil eines Werkes 
4. Th., 3. Bdchn (1832)
Entstehung
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vor uns hertreiben. Fuͤhlt der Grieche, daß er ſterben muß, ſo nimmt er von der Welt Abſchied, wie es ſcheint ohne Leidenſchaft und Anhaͤnglichkeit an ſein irdiſches Leben; gibt man ihm eine Guitarre und Wein, ſo glaubt er ſich zum Tanze berufen, ſchwatzt in froͤhlicher Laune und ſingt die ganze Nacht moreo⸗ tiſche Siegeslieder.

Eine wunderbare Geiſtesſtaͤrke, Anhaͤnglichkeit an das, was ſie lieben, und Verachtung fuͤr den Gelieb⸗ ten, wenn er ſich ihrer Verehrung unwuͤrdig macht, zeichnet ſich noch immer im Charaeter der Griechin⸗ nen, wie im Alterthum aus. So hatte eine tuͤrkiſche Landung die Maͤnner auf einer kleinen Inſel in einem großen Boote zur ſchnellen Flucht ohne Weiber und Kinder bewogen. Ein junges Weib von ſeltener Lie⸗ benswuͤrdigkeit ſah ihren Gatten abreiſen, fluͤchtete, gedraäͤngt vom Feinde nach dem Strande, flehete mit ausgeſtreckten Armen, auch ſie mitzunehmen. Statt ſich ruͤhren zu laſſen, eilten die Feigen davon und der unwürdige Gatte beſchleunigte die eiliaſte Flucht ſei⸗ ner Gefaͤhrten. Die Unglückliche mußte nun mitten durch die Feinde ihre Rettung verſuchen, Schwierig⸗ keiten, Gefahren, Spott, Leiden dulden. Der Kum⸗ mer brach ihr Herz. Von ihrem Gatten hoͤrte ſie nichts weiter. Bei ihren Wanderungen im Gebirge muſite ſie in verlaſſenen Huͤtten und Hoͤhlen uͤbernach⸗ ten, und, ſo erſchoͤpft ſie war, dennoch weiter ftehen. Die Liebe zu dem Unwuͤrdigen und die Hoffnung,