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ſchwatzen und nehmen Erfriſchungen zu ſich. Wegen dieſer Lebensart haben die tuͤrkiſchen Damen eine ſehr blaſſe Geſichtsfarbe. Sie ſchiffen in Luſtböten nach ir⸗ gend einem Lieblingsplatze am Bosphorus oder ſpatzieren verſchleiert mit ihren Dienerinnen nahe bei den Kirchhoͤfen oder in den Gaͤrten von Dolma Batcke. Im innern Haushalt uͤberlaͤßt der turkiſche Gemahl der Gattin alle haͤuslichen Einrichtungen, und wenn er ſich von ihr ſcheiden laͤßt, ſo wird wenigſtens ihr Privatvermoͤgen ihr immer richtig ausgeliefert.
Die ſogenannten Theriakis d. h. Dpium⸗Eſſer, ſind nicht ſo haͤufig in der Tuͤrkei, als man gewoͤhn⸗ lich glaubt. Die todtenbleiche Geſichtsfarbe und die eingefallenen Züge mit dem matten und oft unnatur⸗ lich glaͤnzenden Auge, verrathen dieſe Greiſe, welche ſelten uͤber dreißig Jahre leben, wenig Appetit, als nach volliger Erſchoͤpfung des Rauſches ihrer Sinne, haben, und je mehr ihre Kraͤfte abnehmen, deſto begie⸗ riger nach Opium werden. Die meiſten dieſer Un⸗ gluͤcklichen finden ſich am Morgen in Conſtantino⸗ pel in einem gewiſſen Caffeehauſe dicht bei der praͤch⸗ tigen Moſchee Soleymans ein, nehmen ihre Pille Dpium und ſetzen ſich in den ſchattigen Portieus. Ruhig haͤngt der Theriaki dort den Traͤumen ſeiner Einbildungskraft nach; bis die Sonne untergeht. Al⸗ lein gegen Abend fuhlt er ſich matt und huͤlflos, und ſpuͤrt einen nagenden Hunger, eilt deßwegen zu Hauſe, bis er am naͤchſten Morgen ſeine Pille erneuert.


