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Die vormalige große Menge von Caffeehaͤuſern hat der Sultan ſehr verringert, da ſie in Verdacht ge⸗ kommen waren, Sammelplaͤtze von mißvergnuͤgten Tuͤrken zu ſeyn. Deſto groͤßer iſt die Zahl der Ge⸗ woͤlbe, wo Zuckerwerk und Eingemachtes verkauft wird. In dieſen Reſtaurationen in Leckereien fuͤhrt jeder Gaſt ſeinen Tabacksbeutel mit ſich und theilt auch da⸗ von ſeinem Nachbar mit, der ihn vergeſſen hat. In den Privathaͤuſern wird jeder Fremde mit einer Taſſe Caffee und einer Pfeife Tabak bewirthet; letzterer iſt ſehr leicht. Selbſt der alte Janitſchar, der Carne auf den Wanderungen durch die Stadt begleitete, war auf ſuͤße Sachen ſo erpicht, wie ein kleines Kind⸗
Die hieſige Kaufmannſchaft der Franken lebt bloß fuͤr ihre Geſchaͤfte, und Wenige derſelben ſind verhei⸗ rathet; oͤffentliche Vergnuͤgungen kennt man hier nicht⸗ aber gegen empfohlene Fremde iſt man uberaus gaſt⸗ frei. Damals lebte im Palaſte des engliſchen Bot⸗ ſchafters, Lord Strangford, eine juͤngere Schweſter der im Driente ſo bekannten Lady Stanhope, welche eben ſo unternehmend und herzhaft, aber we⸗
niger romantiſch und vrientaliſch war, als die bekannte aͤltere, die am Libanon lebt. Sie, die juͤngere Schwe⸗ ſter, kam eben durch Georgien aus Perſien und hatte dieſen Weg meiſtens zu Pferde zuruͤckgelegt. Einen Antrag des Kronprinzen von Perſien, Ab⸗ bas Mirza, in ſeinen Harem zu treten, hatte ſie ab⸗ gelehnt.


