Teil eines Werkes 
4. Th., 3. Bdchn (1832)
Entstehung
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tanzte einſt in Gruppen dieß gluͤckliche Volk beim Schall der Mandoline und ſang dabei vaterlaͤndiſche Lieder, welche verſtummt ſind. Jetzt ſieht man dort nur verſteckte Fluͤchtlinge, oder Leichname ſchwimmen. Letztere erblickten die Tuͤrken mit Wonne. Als einſt ein Tüͤrke mit einer Stange einen erſchlagenen Koͤr⸗ per in die Fluthen ſtuͤrzen wollte, eilte ein anderer Muſelmann herbei und eignete ſich vorher die Kleider des Erſchlagenen zu und nun erſt wurde der Koͤrper in das Waſſer geſtuͤrzt. In einer ſchoͤnen Herberge nahe am Fanar, in welche reiche griechiſche Kauf⸗ leute einzukehren pflegten, ſah Carne nur zwei per⸗ ſiſche Handelsleute in freier Luft Tabak rauchen, mit bleicher Geſichtsfarbe und langen ſchwarzgefaͤrbten Baͤr⸗ ten. In den Zimmern lag noch manches Eigenthum erſchlagener oder gefangener Griechen.

Gerade als Carne bei der Dardanellen⸗Stadt landete, war ein großes griechiſches Dorf gegenuͤber von den tüͤrkiſchen Soldaten angefallen und mehrere Hundert Maͤnner, Weiber und Kinder waren erſchla⸗ gen worden.

Als die armen Pargioten ihre ungluͤckliche Stadt raͤumen mußten, boten griechiſche Eltern einem britti⸗ ſchen Pffizier, der Carne dieß ſelbſt erzaͤhlt hat, ihre einzige ſchoͤne Tochter an, mit den Worten:Nehmt ſie hin, mein Herr, damit ſie aus Ali Paſchas Klauen komme, behandelt ſie gut und mag ſie dann mit Euch leben. Die junge Griechin lebte noch