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tige Bewaffnung und ſeine hohe Statur ſonderbar contraſtiren.
Als Carne in Geſellſchaft zà Prinkipo lande⸗ te, umgaben ihn eine Menge ungluͤcklicher Griechen⸗ welche au der Revolution ihrer Nation keinen Antheil genommen hatten, jedoch von den Tuͤrken hierher transportirt worden waren, und die Beſtimmung ihres weitern Schickſals erwarten ſollten. Neugierig erkun⸗ digten ſich dieſe Unglucklichen nach dem Loos, welches ſie wahrſcheinlich erwarte. Das aͤußere Anſehen detr meiſten war bleich und abgehaͤrmt. Leider konnte man ihnen keine Worte des Troſtes bringen.
Carne machte fruͤhe Morgens an einem andern, zufaͤllig nebligen und wolkigen Tage in Geſellſchaft von ſechs Perſonen zu Fuß einen Spatziergang um die Mauern von Conſtantinopel. An manchen Stellen ſind die Mauern 40 Fuß hoch und die Thuͤrme mit Epheu bedeckt. Der Umkreis der Mauern iſt acht⸗ zehn engliſche Meilen; aber die Mauern längs dem Meere ſind nicht ſo hoch, als dieienigen an der Land⸗ ſeite. Man zeigte ihm den hohen Huͤgel, auf welchen der Eroberer Conſtantinopels, Mahmu d, ſeine Standarte pflanzte, und als er die ſchoͤne Stadt er⸗ blickte, beim Propheten ſchwur, daß er ſie einnehmen wolle. Der Hügel liegt gerade dem Thore Topbant gegenuͤber, aus welchem der ungluckliche Griechen⸗ Kaiſer Conſtantin ſeinen letzten Ausfall that, und tödtlich verwundet nahe dabei im Schatten einiges


