Teil eines Werkes 
4. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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2²9 da ſie gegen die kleinliche Eiferſucht und das gegen⸗

ſeitige Mißtrauen der verſchiedenen Diplomatien zu

kämpfen hatten, ſo konnten ſie nur wenig Neigung für Europa fuͤhlen, mußten in Zweifeln und unthaͤ⸗ tigkeit verſunken bleiben, und ſelbſt Frankreichs wohl⸗ gemeinte Abſichten fuͤr Wiederherſtellung des ottoma⸗ niſchen Reichs mißverſtehen.

Mahmud, ein Zoͤgling Selims, ein Sultan, der durch die Griechen, die ehemals bei der Pforte angeſtellt waren, zuerſt mit europaiſchen Anſichten vertraut gemacht wurde, zeigt allerdings, daß er die Beduͤrfniſſe ſeines Zeitalters fuͤhlt; aber er kann nicht ſeyn, was Peter der Große war, deſſen Leben er, wie man ſagt, ſudirt hat. Man wird in ihm immer den Luͤrken, den Mann des Serails erkennen. Der Czar war nicht wie er von den Netzen einer Relfgion um⸗ ſrickt, die alle ſeine Schritte hemmte, und die Bil⸗ dung, die er ſeinem Volke gab, hatte er zuerſt ſich ſelbſt angeeignet. An welchem fremden Hofe hat aber Mahmud gelebt? Die Geſellſchaftsoffiziere Sr. Poheit ſind noch aus dem vierzehnten Jahrhundert, aus den ſchoͤnen Zeiten der Alchymie. Einer von ihnen, ein Muſahib, fragte, ob es wahr ſey, daß der Sohn Napoleons eine Schachtel beſitze, in die er ſich legen und die Luͤfte durchſchiffen könne. Junge Griechen und Juden wurden dort wie Frauen erzogen, man unterrichtete ſie in deren Taͤnzen und Liebkoſungen. Die Gunſt war vft der Preſs der männlichen Schoͤn⸗