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entwickeln, um ſich auf gleiche Hoͤhe mit uns ju ſiellen.
Das gegenwaͤrtige Verhoͤltniß der Raya's iſt ein großes Hinderniß; um ihm eine vollſtaͤndige Geſtaltung zu geben, muͤßte der Koran auf eine freiſinnigere Art erklaͤrt werden, wie zur Zeit der Kaliphen von Spa⸗ nien oder Bagdad, wo die Kuͤnſte und Wiſſenſchaften unter den Haͤnden der Moslemin bluͤhten. Bis dahin wird jede Reform nur Stuckwerk ſeyn; denn die ſchis⸗ matiſchen und katholiſchen Armenier, dann die Grie⸗ chen und Juden ſind lauter Volker, denen die Politik des Serails nur darum geſtattet, ſich nach und nach zu bereichern, um ſie dann nach Belieben wieder zu vluͤndern. Von einem großen Theile menſchlicher Thaͤ⸗ tigkeit ausgeſchloſſen, immer unter Vormundſchaft und beargwohnt, dienen ſie nur als eine Art von Beute. Ihr Einfluß auf die Regterung iſt nie unmit⸗ telbar, ſondern immer haben ſie dabei einen kaufmaͤn⸗ niſchen oft feindlichen Zweck im Auge; daher iſt auch ihr Gewerbſteiß ſchuͤchtern, ohne große Huͤlfsmittel,
und kraͤmerhaft. Bei großen Kriſen btingen ſie Un⸗ Kluͤck, in den letztern Zeiten hat man die aſtatiſchen Armenier den Kavalleriekorps des General Paskewitſch kieferungen zufuͤhren ſehen; die Griechen und Bul⸗ gaten wanderten haufenweiſe nach den ruſſiſchen Pro⸗ binzen aus, und die Raya's in Konſtantinopel dienten
en Fremden als Agenten, und erkauften mit dem


