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reren Voͤlkerſchaften, Kaſten, Sklaven, Leibeigenen, aus einer Thevkratie, einem militaͤriſchen Deſpotisinus; die Frau iſt da nur eine Sache, ein Geraͤthe, ſie iſt ganz außer der Geſellſchaft. Das Centraliſationsſy⸗ ſtem iſt das faſt allein herrſchende.
Allerdings hat der Sultan, um dem Staate einen
feſiern Halt zu geben, die meiſten der großen Lehen⸗ trager des Reichs unterworfen; die Hertſchaft uͤber ſeine Unterthanen iſt unmittelbarer und minder abhaͤn⸗
gig geworden; durch die Aufloͤſung der Jauitſcharen
wurde ſeiner Militaͤrmacht das Prinzip der Subordi⸗ nation eingefloßt; das Volk iſt entwaffnet. Meinet
Meinung nach war die Trennung Griechenlands ein
Nutzen fuͤr das turkiſche Reich, denn es hat dadurch einen Herd der Anarchie weniger, und ſelbſt Albanien⸗ das ſich im Aufſtande befindet, waͤre kein Verluſt.
Sind die Osmanen dem europaͤiſchen Syſtem unnütz
oder ſchaͤdlich, ſo iſt kein Zweifel, daß ſie nach Aſien zuruͤckgedraͤngt werden; kann ſich hingegen ihre Exi⸗ ſtenz mit der unſrigen verſchmelzen, ſo wird ihr Un⸗ ſtern, oder das, was man ſo nennt, zu ihrer kuͤnftigen
Große beitragen, denn er wird neue Kräfte in ihnen
einen andern erſetzt werden, der Vezier und der Kraͤmer gleichen ſich. Todten, einkerkern iſt uut
eine Verminderung der Einbeiten. Es gibt keine Zehner. Die Abſchaffung der Todesſtrafe wird die Fortſchritte des Menſchengeſchlechts beurkundeſ⸗
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