Teil eines Werkes 
4. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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HOlt zu verhindern. An dem aͤußerſten Ende des Thales befand ſich das beruͤhmte Schloß Rothen thurm. Es iſt auf einer ſehr hohen Spitze des Ge⸗ birges erbaut, und deckt das Thal und den Fluß nach der Tuͤrkei zu. Dort befindet ſich aufh ein rothge⸗ malter viereckiger Thurm. Unſer Karren wurde von einer Schildwache angehalten, und man ſagte mir, daß ich zwanzig Kreuzer zu bezahlen haͤtte, nicht etwa fuͤr die Ausbeſſerung der Straſſen, ſondern als einen Soll. Auch lud man mich ein, der Schildwache bis in dem Schloſſe zu folgen, wohin man durch eine ſteile und ſehr ermuͤdende ſteinerne Treppe aufwaͤrts ſteigt. Ich wurde zu dem Gouverneur gefuͤhrt, der mich, und meine Paͤſſe unterſuchte. Er empfing mich auf eine artige und freundliche Weiſe. Nachdem er ſich nach meiner Geſundheit erkundiget, wie wenn ich wirklich die Peſt gehabt haͤtte, druͤckte er mir ſein Bedauern daruͤber aus, daß ich eine ſo lange Qua⸗ rantaͤne haͤtte ausſtehen mäſſen. Waͤhrend er metne Paͤſſe durchſah, ging ich im Schloſſe herum. Auf der einen Seite liegt es auf der Spitze eines ungeheuern Felſens, und iſt durch Kanonen befeſtiget, die das enge Thal zu ſeinen Fuͤßen beſchuͤtzen; auf der andern Seite beherrſcht es ein bedeutendes Thal, und die Ebenen Siebenbuͤrgens, welche au den Gebir⸗ sen anfangen oder endigen. Das Schloß iſt durch eine Niederlage, welche die Tuͤrken erlitten, merk⸗ würdig geworden. Nachdem ſie naͤmlich Mathias 74. Vd. Tärkei. IV. 2. 6