Teil eines Werkes 
4. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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Da ich um einen Wagen gebeten hatte, der mich und meinen Mantelſack aus dem Dorfe bringen ſollte, ſo ſah ich endlich einen Karren anlangen, der das Gepäck von einer gauzen Kompagnie Soldaten haͤtte fortbringen koͤnnen. Vor meiner Abreiſe ſah ich noch, wie man eine eben angekommene Perſon in eine Stube ſteckte, die der ruſſiſche Courier bewohnt hatte. Nach dem gewoͤhnlichen Gebrauche war ſie weder gereinigt, noch geluͤftet worden. Auch noͤthigte man die Per⸗ ſon, in demſelben Bette zu ſchlafen, und auch in den⸗ ſelben Decken, worin drei Wochen lang ein Menſch gelegen, der ſo ſieberkrank war, daß man ihn eines Tages fuͤr todt ausgab. So kaͤßt man alſo, um zu verhindern, daß ein Reiſender die Peſt nicht weitet verbreite, denſelben in Decken ſchlafen, die ein vom Fieber befallener gebraucht hat. Solche Uniiemlich⸗ keiten ſcheinen in der That kaum glaublich.

Zuerſt uberſchritt ich eine kleine Bruͤcke, die uͤber einen Bach fuͤhrte, der ſich zu Aufange des Dorfes in den Bergen verlor, und wohin man mir nie et⸗ laubt hatte, zu gehen, obſchon es nicht viel weiter, als 30o0 Schritte von meiner Hutte war. Auf der andern Seite ſand eine kleine und ſchmutzige Herberge, welche die Gefangenen in der Quarantaͤne mit den nöthigen Lebensmitteln verſah, und ich wunderte mich böchlich, da ich das erbaͤrmliche Innere betrachtele daß die Nahrungsmittel nicht noch viel ſchlechter ge⸗ weſen waren. Da mein Karren bier ſtill hielt, ging