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Sklaven⸗Markte nach Konſtantinopel brachten. Die armen Kleinen glichen Laͤmmern, die man auß den Markt ſchleppt, und ſchienen drei bis zehn Jahre alt. Kranke Soldaten ſchlyßen den Zug.
Um 2 Uhr kamen wir nuch Kinlikli, die vor“ 20 Jahren noch eine große, bluͤhende Stadt war, wo⸗ von aber jetzt auſſer einigen elenden Haͤuſern nichts mehr übrig iſt. Sie war der Kriegsſchauplatz waͤhrend der Revolution 1806 und s. Einige eingefallene Ver⸗ ſchanzungen neben den Truͤmmern der Stadt zeigen den Reiſenden, daß dort ein Schlachtfeld, und eine große Stadt war.
Wir begegneten hierauf einem Manne, der einen Fuͤrbis an dem Halſe haͤngen hatte, und einen Stoch in der Hand hielt. Dieß war der Poſtbote. Der Kuͤr⸗ bis diente ihm, um einen Waſſervorrath aus den Ebe⸗ nen dahin mitzunehmen, wo es keines gibt, und an dem Stock hing ein Roſenkranz von blauen Kugeln, um diejenigen, deren Correlpondenz er trug, vor allen Leiden zu bewahren.
Um s Uhr kamen wir nach Tſchurln. Auch dieſe Stadt war der Schauplatz blutiger Gefechte ge⸗ weſen, deren verheerende Spuren ſie noch zeigten. Man ſah die Truͤmmer einer Woſchee von ausgezeichneter Schoͤnheit. Da wir früh angekommen waren, in der Abſicht, da zu ſchlafen, ſo durchwanderte ich die Stadt, deren Bevolkerung faſt aus lauter Suͤrken beſteht. Die Einwohner ſind meiſtens mit Verferti⸗


