—
145
Gruppe von s Platanus⸗Baͤumen, welche aus einer gemeinſchaftlichen Wurtel entſproſſen, einen ſo dich⸗ ten Kreis bilden, daß ſie nur für einen einzigen Baum angeſehen werden moͤchten. Die ſchoͤnen Raſenplaͤtze unter den ſchattenden Lauben ſprechen die Ruhe lie⸗ benden Spaziergaͤnger uͤberaus an. An Sonn—⸗ und Feiertagen wimmelt es auf dieſer Wieſe von Menſchen aus allen Nationen.
Rund herum hat der Landmann den fruchtharen Boden mit Fleiß angebaut; man ſieht vorzüglich viel Weizen; hier und dort wechſeln gruͤne Weingaͤrten mit dunklen Hainen ab. Die Wieſen bieten unzaͤh⸗ lige Blumen und die fernen Gegenden die herrlichſten Ausſichten dar. Lebendige Quellen locken durch ihr friſches Waſſer manchen Spazierenden an. Ein Weg, im Dunkel der Haine ſich ſchlingend, fuͤhrt nach der Waſſerleitung von Bagtſchekoͤi(von Suleimanl. erbaut), gleich einem Triumphbogen auf einer ßteilen Anhoͤhe ſich erhebend mit zwei Geſchoſſen, welche 21 Bogen haben, von denen die untern zehn zweimal ſo
ſark ſind, als die oberen. Unter einem der erſtern geht der Weg durch des Waldes duͤſtere Szenen in das ſchon gelegene Belgrad, welches Lady Monta⸗ gue das irdiſche Paradies nennt. Die Schal⸗ meye des Hirten, der Geſang der Voͤgel, die reine Luft belebt und erheitert das Gemuͤth. Zahlreiche Heetden irren auf der blumigen Flur, und ſeitwaͤrts 74. Bd. Tärkei. IV. 2, 2


