Teil eines Werkes 
4. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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Shalata iſt mit Ringmauern, Chuͤrmen und einem Walle umgeben, und dadurch von Kaſſim Baſcha und andern Vorſtaͤdten abgeſchnitten. Die Befeſtigung ſtammt noch aus den Seiten der Genne⸗ ſen. In der Mitte der Stadt gewaͤhrt ein herrlicher Thurm von außerordentlicher Groͤße die herrlichſe Ausſicht. Er iſt von Anaſtaſius erbaut und dienz zu einem Feuer⸗Thurme. In Ghalata wohnen Franken, Juden, Armenier, Griechen und Luͤrken. Die Mevlevi Derwiſche geſtiftet von Mevlana Dſchelaleddin, dem groͤßten myſtiſchen Dichter des Drients, haben hier einen Tempel. Der Grab⸗ bof der Derwiſche enthäͤlt das Grabmal des beruͤchtig⸗ ten Renegaten Bonneval*).

Seutari, das Chryfopolis der Alten, Es⸗ kiudar bei den Tuͤrken, dehnt ſich nach Aſten aus. Die Lage von Scutari wetteifert mit jener des gegenuͤber liegenden Serai. Weiter ſuͤdweßtlich uber die Landſpitze fluthet das Meer von Marmora, wel⸗ chein öſllich der Kanal von Vosphorus, die Grenze zwiſchen Europa und Aſſen, entgegenſteht. In dunkler Ferne entßeigen Inſel⸗Gruppen, und vereini⸗ gen ſich in die Fauilie der Prinzen⸗Jiſeln, weſche

Penetiauiſche und rrkiſche geh. Begebenhelten des Brafen v. Bonheval. A. d. Frauz. d. Mitone, mit deſſen Bildu. Fraukfurt 4741. 8.