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Zu meiner Linken iſt eine Menge von Geſchuͤtz vorhanden, welches in dem nahen Gußhauſe verfertigt wird. Von dieſer Kanonen⸗Gießerei entlehnt Top⸗ bana ſeinen Namen. Sultan Muſtapha legte hier geraͤuuige Kaſernen fuͤr die Toptſchi(Kanoniere) an. Die Vertheidigung des Hafens iſt zwei Batte⸗ rien anvertraut, auf welchen bei den Spazierfahrten
des Sultan's, und bei öffentlichen Feierlichkeiten die
Kanonen geloͤst werden. Das Getuͤmmel ſſt auf die⸗ ſem Handels⸗Platze einzig in ſeiner Art. Ss erſcheint alles von Kaͤufern und Verkaͤufern vollgepfropft, un⸗ zaͤhlige Schiffe langen augenblicklich hier an, Men⸗ ſchen aus allen Weltgegenden miſchen ſich ſeltſam durch einander. Rechts verliert ſich das Auge in eine unnennbare Majeſtaͤt der ungeheuern Hauptſtadt, wel⸗ che mit ihren Thuͤrmen und Dſchamien, Moſcheen und Minarets, vorgoldeten Zinnen und Halbmonden, Cy⸗ preſſen und Grabmaͤlern, Beluſtigungs⸗Drten und Baͤdern, Cbaͤlern und Huͤgeln, prachtvollen Paläſten und zahlloſen Wohnungen ſich entfaltet, und die Seele mit Staunen erfüuͤllt. Fuͤrſt Kantemir gibt die Haͤu⸗ ſer⸗Maſſe auf a00,000, neuere hingegen auf 88,000 an. Mir gegenuber am aͤukerſten Ende des ſaͤdlichen Dreiecks prangt auf der Stelle des alten Bpian? das beruͤhmte Serai mit ſeinen Palaͤſten und ſchatti⸗ gen Cypreſſen, mit ſeinen ſchoͤnen Gaͤrten, Baͤdern⸗ und Koͤſcht. Die Daͤcher ſind mit Blei


