Teil eines Werkes 
4. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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Halb taumelnd naͤherte ich mich dem Arſenale, nicht weit vom Palaſte des Kapudan Paſcha. Zahlloſe Gondeln voll Türken und Luͤrkinnen ſchwaͤrmen kreuz und auer; mit erlaunlicher Schnelligkeit ſchießen große und kleine Schiffe umher. Der Haupttheil des Arſenals liegt gerade da, wo ſich der Hafen in einem Meerbuſen verbreitet, und ſo ein Hafen in dem Ha⸗ fen gebildet wird. Mebr als hundert gewolbte Nemi⸗ ſen, von welchen ein großer Theil unter Waſſer ſteht, befinden ſich hier um Schutze für Schiffe.

Da ſind wir an der Landungs⸗Leiter dee Kaſ⸗

ſim Paſcha; Schiffe fabren an, andere ſtoßen ab. Ein unablaͤßiges Geloͤe beſtuͤrmet die Ohren; man

lätmt, ſchreit, hundert Schiffe empfehlen ihre Schiffe.

Mit Muͤhe draͤngten wir uns durch die Menge; wir mietheten uns Laſtraͤger(Hamal), welche unſere Ge⸗ paͤcke nach Pera brachten. Che wir aber dasſelbe ex⸗ reichten, mußten wir ö er eine langwierige Anhoͤhe wieder durch Grabſtat'en ſteigen. Sie liegt an einer ziemlich ſteilen Erhoͤbung; wepa im Griechiſchen be⸗ deutet einen jenſeits des Hafens liegenden Ott. Dieſe Vorſtadt von Konſtantinopel iſt bioß für die Franken beſtimmt; indeſſen haben ſich auch Ar⸗ menier und angeſebeue Griechen un er ihnen nieder⸗ gelaſſen.

Faſt alle Gebaͤude ſind zwei Stockwerke hoch, aber im Durcbſchnitte die Waͤnde meiſtens mit Brettern