beſchlagen und grau angeſtrichen. Prachtvoll nehmen ſich die Palaͤſte des europaͤiſchen Geſandten aus, welche Eigenthum der Nativn ſind, welche ſie repraͤſentiren. In der Mitte wird die Stadt von der Hauptſtraße durchſchnitten, von welcher links und rechts Quer⸗ ſraßen ſich ziehen. Auf ihren beiden Seiten ſind Drottoirs angebracht. Durch die Vorſpruͤnge der Fenſter, welche faſt auf der entgegengeſetzten Sceite zuſammenſtoßen, gewinnen die Seit ein finſteres Auſehen.
Die katholiſchen Kirchen, deren die Franken vier nebſt einem Erzbtſchofe haben, durfen weder Thürme noch grohe Glocken haben. Außer Pera gibt es noch einige katholiſche Kirchen in Ghalats.
Am weßlichen Ende fuͤhrt von Pera eine zweite Hauptſtraße nach Ghalata. Gegen Oſt verliert es ſich in einen ungepflaſterten Weg, welcher bei den griechiſchen und fraͤnkiſchen Peßſpitaͤlern, bei den praͤchtigen Infanterie⸗Kalernen zwiſchen mancherlei Gebäuden und Todten⸗Hoͤfen vorbeilaͤuft, und ſich in die reizenden Thaͤler von Dolma Bastſche, einem ſehr lieblichen Spazierorte einlenket. An reeſchiede⸗ nen Ecken von Pera, wie von Konſtantinopel, ſtehen Wachthaͤuſer(Culluk). Mehrere Kaffeehäuſer ſind nach europaͤiſcher Art eingerichtet. Hier iſt auch die turkiſche Akademie(Medreſſeb) zu erwaähnen. In ibt werden die jungen Leute, welche in das Serail


