Teil eines Werkes 
4. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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me iſt maͤßig und wohlthuend, aber nicht umfaſſend, ſo daß man bei ſtrenger Kaͤlte dem uͤbrigen Koͤrper leicht eine Abkuͤhlung zuziehen kann. Gerade dem Poſthauſe gegenuͤber, nur durch die Straſſe getrennt, erhebt ſich aus einem ſanften Huͤgel die Begraͤbniß⸗ Stätte, deren Beſchreibung als etwas hinlaͤnglich be⸗ kanntes wir uͤbergehen.

Nach einer maͤßigen Ruhe von einigen Stunden, welche der ermuͤdende nächtliche Ritt nothwendig ge⸗ macht hatte, ſetzten wir die Reiſe fort. Wir waren jetzt in dem Diſtrikte Kirli Ova. Es wurde Mit⸗ tag, der Ritt dauerte ſchon 6s Stunden, und noch war die naͤchſte Station noch nicht da. Die Sonne goß ihre Gluth auf uns aus, und ihr alles verſengender Strahl loͤſte noch das Bischen Kraft auf, welches die vielen Beſchwerlichkeiten und der entbehrte Schlaf uͤbrig gelaſſen hatte. Entzuckt war ich immer, wenn es ausruhen hieß. Aber meine Glieder waren ſo ge⸗ lahmt, daß ich ohne fremde Nachhuͤlfe nicht vom Pferde ſeigen und nicht aufſteigen konnte. Die abge⸗ haͤrteten Janitſcharen hatten fuͤr unſere Klagen, wie fuͤr unſere Leiden wenig Sinn. Nachmittags hatten wir auf einem Felſenwege zu klimmen, bis wir endlich am Fuſſe deſſelben die Stadt Paravadi, oder Pra⸗

vadi entdeckten, welche zwiſchen zwei Felſenbergen

der nördlichen Abdachung des Haͤmus, welche ſich ſteil wie Mauern erheben, in einem vielleicht halben Stunde breitem Thale verborgen liegt. Dber der